Letzte Impressionen von 2011
Posted on Dezember 27th, 2011
Alle Fotos mit Panasonic Lumix LX5, nur teilweise mit Lightroom 3.x nachbearbeitet, eher Testpost, um den Slider mal zu testen. Daher Bildqualität eher verpixelt :-)
Tagged: Fotos
Alle Fotos mit Panasonic Lumix LX5, nur teilweise mit Lightroom 3.x nachbearbeitet, eher Testpost, um den Slider mal zu testen. Daher Bildqualität eher verpixelt :-)
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Auch wenn man eigentlich keine Uhr für den Philippinenurlaub braucht – es hält sich ja doch niemand an feste Zeiten (“Philippine time”), so hat man doch gerne einen Zeitmesser dabei, mindestens um nicht zu übersehen, wann der Urlaub vorbei ist.
Die richtige Uhr auf den Philippinen – das ist oft ein heiß diskutiertes Thema. Nehme ich meine Omega Seamaster mit, meine Rolex GMT Master II oder meine Nomos Tangente ? Ich sage immer, alles Teure, zu Auffällige, zu Anfällige – sollte schön zu Hause bleiben: da fällt man nicht unangenehm auf, da wird´s nicht gestohlen und es wird nicht beschädigt.
Auch wenn wir bisher selbst mit dem teuersten Photoequipment (über 40tsd. Euro) nie Probleme hatten, so sind wir doch mittlerweile bei Schmuck und Kleidung der Auffassung, lieber schlicht und einfach als teuer, empflindlich und zu “lacoste es was es wolle”. Neider sind immer gefährlich.
Aber worauf muß ich nun wirklich achten, wenn ich eine alltagstaugliche Uhr für die Philippinen brauche ? Hier meine Punkte:
Das ist auch schon alles. Also passt sofort… die 5 Euro Casio vom Flohmarkt, oder ? Oder nicht ? Eher nicht. So billig soll man ja auch nicht daherkommen. Ich selbst, als Uhrenfetischist, habe gerade die Modelle der Firma Fossil für mich entdeckt. Fossil ist weltbekannt, für die Meisten eine günstige Marke (also kein Schicki-Micki-Bling-Bling). Früher fand ich Fossil immer billig, schlecht verarbeitet und irgendwie häßlich. Mittlerweise musste ich feststellen, daß sich die Verarbeitungsqualität sehr stark verbessert hat und das sich das Design ebenfalls eine gut gefallende Nische gesucht hat.
Im feuchten Klima der Philippinen fängt Leder schnell an zu schimmeln !
In den letzten Tagen habe ich mir nun gleich 4 neue Fossil Uhren gekauft – andere haben einen Schuhtick, ich einen Uhrentick…
Eine von diesen Uhren ist die Fossil Decker Nylon. Massives, schwarzes Metallgehäuse, außerdem kombiniert dieser wunderschöne Zeitmesser digitale Anzeigen mit traditioneller Analoganzeige. Die sportliche Uhr verfügt über ein vielseitiges, grünes Nylonband und ein rundes Zifferblatt. 100 Meter wasserdicht. Das Doppelzifferblatt zeigt mir immer gleich die lokale Zeit und die Zeit im Heimatland an. Tolle Sache – tolle Uhr. Und die Verarbeitungsqualität ist für 129,- Euro wirklich hervorragend. Meine absolute Trend-Empfehlung für jeden Philippinenreisenden. Kann man auch am Ende der Reise als “Pasalubong” abdrücken…∗
In 17 Tagen ungefähr geht es los und da wollen schon die ersten Vorbereitungen abgeschlossen sein. Vor allem sollen schon die technischen Fragen geklärt sein.
Dieser kleine Test soll nun klären, ob ich mit der WordPress-App für’s iPad mobil mit Fotos bloggen kann.
Das Hochladen einzelner Fotos funktioniert schonmal, die Artikel-Art “Galerie” für die schöne Bildansicht im Playerformat wird aber wohl nicht funktionieren.
Über das Internet in’s WP-Backoffice geht zwar, aber die Flashablehnung des iPad macht den Upload von Dateien über die Seite unmöglich. Aber: besser als nichts, vor allem kann ich wohl den Laptop zuhause lassen.
Die mobile Bildbearbeitung, mit Größenänderung, Farbkorrektur usw. funktioniert schon problemlos – schön ist, daß das iPad die Rawdateien meiner neuen kleinen Reisekameras (Lumix GF2 mit 14-140 und Lumix LX5) verarbeiten kann.
So werde ich wohl diesen Philippinen-Trip nur mit dem iPad und den beiden Cams machen können, ohne Tonnenweise, wie bisher, Technik mitschleppen zu müssen…
Das gepostete Foto ist von der GF2, Ort ist Bansin/Usedom, bearbeitet auf dem iPad mit Snapseed, gepostet mit der offiziellen WordPress-App.
Tagged: Equipmentp, iPad, Technik
Endlich ist es wieder soweit, der nächste Philippinen Urlaub steht vor der Tür. Nach einem Jahr Pause und viel harter Arbeit in der Selbstständigkeit steht jetzt wieder Arbeit und ein bischen Urlaub in der gewählten Heimat an.
Als Hoteliers hören wir immer nur die Geschichten unserer Gäste, jetzt, im Januar, erleben wir sie endlich wieder einmal selbst, die Urlaubswelt. Die warme Sonne Südostasiens, die Gerüche der Straßen und die Geräusche des Lebens der Nachbarn. Alles das, was wir hier in Deutschland gar nicht mehr riechen.
2011 – das waren nun wieder 365 Tage Arbeit, 7 Tage pro Woche, jeweils 14 Stunden pro Tag, manchmal länger. Dafür bekommen wir nun zum Glück den wohlverdienten Ausgleich mit Sonne, Freunden, Familie, Natur und Freizeit. Ich werde “meinen” 4 Kilometer langen Sandstrand in “ich-sag-nicht-wo” genießen, wenn ich am menschenleeren Strand spazierengehe, ausruhe und die Seele baumeln lasse. Ich werde es genießen, wieder in echtes frisches gebratenes Fleisch zu beißen, anstatt in europäisches Fabrikmüllessen…
wird sich nun auch wieder etwas mehr ereignen. Es wird wieder frische Fotos geben, es wird neue Geschichten geben, die das Leben auf den Philippinen mit uns geschrieben hat – und es hat schon ein neues Design gegeben. Auf jeden Fall nehmen wir die Arbeit an unserem Philippinen-Tagebuch wieder auf… denn es geht wieder los !
Für 2012 wünschen wir allen Stammlesern, Vorbeisurfern und Philippinen-Freunden viel Erfolg, Gesundtheit und Zufriedenheit. Vor allem viele Gelegenheiten, öfter auf den Inseln im Sturm vorbei zu schauen !
Eure Phototraveler∗
Tagged: Hausmitteilung
Liebe geht durch den Magen. Dies gilt auch für das philippinische Essen: es ist abwechslungsreich, sehr schmackhaft und manchmal überraschend. Wirklich 100% asiatisch ist es durch den langen Einfluß der spanischen Besatzer nicht mehr. Aber die philippinische Küche überrascht mit ihren kleinen Eigenarten.
Es gibt auf den Märkten so gut wie überall ein breites Angebot an Süß- und Seewasserfischen, -muscheln und -schnecken, Shrimps und Krabben. Hummer und Langusten bekommt man, außer direkt an der Küste, nur selten. Leider findet man außerhalb Manilas nur einen kleinen Teil dieses Angebots in den Restaurants wieder.
Gehen Sie auf den Markt – ein echtes MUß !
Preisgünstig sind der karpfenähnliche Tilapia, sowie der Bangus, beides verbreitete und gezüchtete Süßwasserfische. Häufig angeboten werden auch Catfisch (Hito), eine Art Wels, der längere Zeit außerhalb des Wassers überleben, und sich sogar über Wiesen bewegen kann und schließlich der Dalag (mudfish). Beliebte und etwas teurere Seefische wie den Lapu-Lapu, frischen Thunfisch, sowie Blue Marlin, den Schwertfisch bekommt man fast nur in den besseren Restaurants oder an der Küste. Das gleiche gilt für Shrimps, Schnecken, Muscheln und Krabben.
Fisch wird gegrillt, gebraten und gekocht angeboten, Krabben und Shrimps werden meist noch in der Schale serviert.
Sinigang na isda ist sauer gekochter Fisch mit Tamarinden oder Tomaten in Brühe und Gemüse. Paksiw (gesprochen: “Packsiu”) gekochter Fisch mit Zwiebeln, Ingwer und Essig.
Sweet and sour Fish (Fisch in süß-saurer Soße) gibt es nicht nur in chinesischen Restaurants.
Rellino Bangus ist ein delikat gefüllter Bangus.
Essen mit Genuss
Von der Küste abgesehen, haben Schweinefleischgerichte inzwischen leider den Fisch als Standardmahlzeit abgelöst. Wer immer es sich leisten kann, isst Schwein: je fetter, desto lieber. Schweinefleisch gibt es überall gegrillt oder durchgebraten. Eine Spezialität des Landes ist Lechon, das philippinische Spanferkel. Filipinos essen übrigens gerne Eingeweide – Leber ist hier teurer als Filet!
Rindfleisch und Wasserbüffel spielen keine große Rolle; oft sind sie zäh, weil meist nur etwas ältere Tiere geschlachtet und ohne langes Abhängen verarbeitet werden. Daher findet man Rind und Büffel vor allem in Form geschmorter dünner Streifen als “Fingerfood” – kleine Nebenmahlzeit, z.B. beim ausgiebigen Zechen.
Genieße die Vielfalt der philippinischen Küche
Adobo: geschmortes Schweinefleisch mit viel Knoblauch und Soya-Sauce.
Igado: Schweinefleischstreifen (Filet, Leber, Nieren, Herz) mit Erbsen in Tomaten-Soyasauce.
Minudo: in Brühe gekochtes Hackfleisch mit Kartoffeln als Gemüse. Wird, wie alles andere auch, mit Reis als Beilage gegessen!
Estafado: Schweinefleischstücke mit Knochen mit Tomaten-Soyasauce und gebratenen Kartoffeln als Gemüse.
Mechado: Schweinefleisch-, Kartoffel- und Karottenwürfel und Erbsen in Ketchupsauce.
Nilaga: gekochtes Fleisch mit verschiedenem Gemüse, in saurer Brühe.
Meatballs: Hackfleischbällchen
Papaitan: Fleischgulasch aus Rinder- und Wasserbüffelinnereien. Schmeckt bitter, da die Galle zum Teil mitverarbeitet wird.
Mehr als nur Süß-Sauer
Kommt praktisch nur als Huhn vor. Enten gibt es zwar jede Menge, aber leider nur als Eierlieferanten, speziell des berüchtigten Balut: angebrütete, gekochte Enteneier mit Embryo, die überall auf den Strassen verkauft werden.
Die oben aufgeführten Gerichte: Adobo, Igado, Minudo, Estafado und Mechado gibt es alle auch in einer Version mit Hühner- anstelle von Schweinefleisch. Dem Namen wird einfach “Chicken” vorangestellt, also Chicken-Adobo, Chicken-Estafado, Chicken Inasal usw.
Chicken-Curry: einer unserer Favoriten, Huhn in einer leckeren Kokosnuss-Curry-Sauce
Tinola: Hühner-Eintopf mit gemischtem Gemüse und Ingwer
Vielfalt, Geschmack, Gesundheit
Pinakbet: Gemischtes Gemüse (Auberginen, Ampalaya, Okra, Paprika, Kürbis) mit Bagoong. Bagoong ist fermentierter, gesalzener Fisch oder kleine Shrimps als Gewürz. Der Geruch ist viel schlimmer als der Geschmack, aber Europäer lieben den strengen Geschmack nur selten.
Amapalaya mit Ei: Bittermelone in Stücken mit Eiern verrührt und gebraten. Oft mit Speckstreifen. Der Geschmack von Bittermelone ist gewöhnungsbedürftig, aber ich zum Beispiel mag das recht gerne.
Kaari: Weiße Bohnen und Speckstreifen in Tomatensoße. Lecker.
Talong: Aubergine, mit Eiern gekocht oder gegrillt.
Nudeln mal nicht italienisch
Gibt es häufig in speziellen, kleinen Pansiterias. Billig, große Portionen, sättigend, daher gerne von Schülern und Studenten gegessen. Nudeln mit Sauce und etwas Gemüse, als Luxusversion auch mit Eiern oder ein wenig Fleisch oder Leber in Sojasauce.
Pansit Canton – Philippinische Weizennudeln.
Pansit Bihon – Philippinische Reisnudeln.
Appetit auf frischen Hund ?
Lumpia Shanghai: Kleine Frühlingsrollen mit Hackfleischfüllung
Lumpia Sariwa: Kleine Frühlingsrollen mit Gemüsefüllung
Aso ist gebratener Hund, Abalin sind gebratene und gesalzene Käfer einer bestimmten Art und deren Larven. Auch Heuschrecken und Frösche werden gegessen. Mit der Ausnahme von Aso praktisch nicht in Restaurants erhältlich.
Essen ist keine Sünde, Essen ist Leben
Halo-Halo: Eigenartige Mischung aus Dosenfrüchten, zerstoßenem Eis, Zucker und süßer Kondensmilch. Im Sommer an jeder Straßenecke für 10 Peso zu haben, im Restaurant 40 Peso. Auf jeden Fall erfrischend.
Leche-Flan: Eierpudding mit Karamelsauce
Der schnelle Imbiß zwischendurch
Werden häufig in Bussen und im Straßenverkauf angeboten, kosten wenige Cent.
Bibingka: Kleine gummiartige Kuchen aus Kokosmilch und Klebreis. Nichts für Gebissträger.
Fishballs: Fischbälle aus Fisch und Mehl. Wohl eher aus Resten hergestellt, daher nicht besonders schmackhaft.
Turon: in Teig frittierte Bananenstücke. Lecker, süß und billig.
Empanadas: verschieden gefüllte Teigtaschen
Balut: die berüchtigten angebrüteten gekochten Enteneier mit Embryo (Jamjamjam…)
Flüssiges Brot und schlechter Wein
Nicht in allen Restaurants wird Alkohol angeboten, weil dazu eine separate Lizenz erforderlich ist. Bier gibt es meistens, Wein nur in gehobeneren Restaurants. Spirituosen werden oft selbst in den Restaurants von Hotels nicht angeboten.
Lokales Bier ist von sehr guter Qualität. Einheimischer Gin ist spottbillig und gut. Cognac und Rum aus einheimischer Produktion sind auch gut. Auch guter spanischer Cognac (Fundador) ist nicht undelikat. Wein wird mit einer eigenen Luxussteuer belegt, was dazu führt, dass die Flasche Wein hier oft teurer ist als in Deutschland… wirklich ordentlichen und guten Wein (Brunello etc. gibt es meist nur in den Großstädten).∗
Wer Touristenschwärme umgehen will, findet auf der Inselgruppe der Calamianen fast unberührte Strände und Top-Reviere für Taucher und Schnorchler.

Seekühe grasen vor der Küste
Die Benimmregeln der Tagbanuas sind denkbar einfach: “Hinterlasse nichts außer Fußabdrücke. Schlag nichts tot außer Zeit. Nimm nichts mit außer Fotos und Erinnerungen.” Die Tagbanuas sind ein uraltes Volk, das auf der Insel Coron, die wiederum zur Inselgruppe der Calamianen gehört, lebt. Häuptling Rodolfo C. Aquilan (er selbst bezeichnet sich gern als Vorsitzenden) empfängt uns mit Nike-Baseballkappe und cooler Sportsonnenbrille. Man lebt hier in erster Linie vom Fischfang. Zwei der vielen traumhaften Seen Corons sind für Besucher zugänglich, die anderen sind tabu. Sie sind Heimat von bösen Geistern. “Und wenn wir sie in Ruhe lassen, lassen sie uns auch in Ruhe,” erklärt der Vorsitzende ziemlich entwaffnend.
Tagged: Natur, Reise, Reiseziele, Tauchen
Klein, niedlich und sensibel – der Koboldmaki in Gefahr: Der wohl kleinste Halbaffe der Welt, der Koboldmaki, ist vom Aussterben bedroht.
Sein Lebensraum, die tropischen Regenwälder, werden abgeholzt; der Koboldmaki als Ausstellungsobjekt für Touristen gefangen. Im Käfig begeht das Tier schnell Selbstmord.
Tropischer Regenwald, soweit das Auge reicht: Für den winzigen Koboldmaki der perfekte Lebensraum. Inmitten des immergrünen Dickichts fällt er kaum auf. Anderthalb Meter über dem Boden döst das nachtaktive Tier, wissenschaftlich Tarsier genannt, auf einem Baum vor sich hin.
Die meisten Besucher des eingezäunten Schutzgebietes der “Tarsier Stiftung” hier in Bohol würden ohne die Adleraugen von Carlito Pizarras achtlos an ihm vorbei laufen. Zwei, drei Mal am Tag führt der Tierschützer Interessierte durch das sieben Hektar große Gelände; wenn er nicht gerade in den Urlaubsorten mit Touristen spricht.
“Wir versuchen ihnen klar zu machen: Wenn ihr den Koboldmaki sehen wollt, in seinem natürlichen Umfeld, kommt zu uns. Schaut ihn euch nicht in irgendwelchen Käfigen an. Die Betreiber der Bootsverleihe und Andenkenbuden halten die Tiere in Gefangenschaft, weil sie so süß aussehen. Viele Touristen wollen sie unbedingt fotografieren und anfassen. Der ganze Rummel stresst den Koboldmaki ungemein.“
Früher lebten Koboldmakis nicht nur am Fuße der braunen Chocolate Hills, sondern auch in den Außenbezirken der Inselhauptstadt Tagbilaran. Doch die Zeiten sind vorbei. Wie überall auf den Philippinen wird auch auf Bohol immer mehr Wald abgeholzt. Gut für die Holzindustrie, schlecht für den Koboldmaki. Sein Lebensraum ist inzwischen so klein geworden, dass das philippinische Umweltministerium ihn zur bedrohten Spezies erklärt hat. Davon weiß auch die Biologin Aleksandra Havel zu berichten. Die Tschechin forscht seit einem halben Jahr im Reservat über das Sozialverhalten des Winzlings mit der markanten Stimme.
“Wir wollen die Stimmen der Koboldmakis zu Forschungszwecken aufnehmen und sie vergleichen. Wir haben deshalb überall im Wald kleine Sender aufgebaut. Wir hoffen, so mehr über ihr Sozialverhalten zu erfahren. Es gibt darüber bislang keinerlei Forschungsergebnisse. Uns interessiert: Wie bewegt er sich? Wie groß ist sein Territorium? Wie kommunizieren die Tiere miteinander?”
Anders als sein Verwandter auf Indonesien, ist der philippinische Koboldmaki Einzelgänger. Nur zur Paarung treffen sich Männchen und Weibchen, der Akt dauert ganze fünf Sekunden. Hoch sensibel sei der Koboldmaki, betont Carlito Pizarras – in Gefangenschaft würde er elendig zu Grunde gehen.
“Die meisten Besitzer haben keinen blassen Schimmer, wovon sich der Koboldmaki überhaupt ernährt; von Insekten nämlich und Fröschen. Sie geben ihm Hühnerfleisch. Das verträgt er aber gar nicht. Sein Fell wird dadurch ganz trocken. Doch selbst bei artgerechter Ernährung geht er in Gefangenschaft früher oder später ein. Vor lauter Stress begeht er spätestens nach einem Monat Selbstmord. Der Koboldmaki hört einfach auf zu atmen oder schlägt mit seinem Kopf solange gegen das Gitter, bis er bricht. Sein Schädel ist ja extrem dünn.”
Schon seit Jahren versucht die “Tarsier Stiftung”, die Besitzer der Tiere zu artgerechter Haltung zu verpflichten – bislang vergeblich. Einen Erfolg konnten Carlito Pizarras und seine Mitstreiter immerhin verbuchen: Auf ihr Betreiben hin brachten einige Parlamentarier im Landesparlament von Bohol ein Gesetz zum Schutz des Koboldmaki auf den Weg.
“Das Gesetz ist in Planung. Es soll sicherstellen, dass es zukünftig verboten ist, den Koboldmaki in Käfigen zu halten. Aber nun ja: Die Gesetzgeber kommen nicht so richtig voran.”
Wundern muss einen das nicht. Die Philippinen zählen zu den korruptesten Ländern der Welt. Ein, zwei Schecks aus den Händen eines der mächtigen Tourismusmagnaten der Tropeninsel – heißt es hinter vorgehaltener Hand – und schon hat der eine oder andere Volksvertreter Abschied genommen vom Artenschutz. Gut für seine Geldbörse, schlecht für den Koboldmaki.∗
Efren Peñaflorida gibt der Jugend der Philippinen eine Alternative zu Gang-Mitgliedschaften: durch Bildung ! Seine “Dynamic Teen Company” hat 10.000 Mitglieder, welche bislang mehr als 1500 Slumkindern Lesen und Schreiben beigebracht haben. RESPEKT von unserer Seite ! CNN wählte ihn zu einem der Helden 2009. Das hat Efren wirklich verdient. Keep on doing this great job, Efren ! Your country needs guys like you !
Auf den Philippinen gibt es unter den Jugendlichen mehr als 130.000 Gangmitglieder. Drogen, Überfälle und Morde sind an der Tagesordnung.
Tagged: Leben, Presseschau