Normalerweise dürfen Ausländer auf den Philippinen kein Land auf den eigenen Namen erwerben, auch wenn viele sich das wünschen. Doch es gibt Möglichkeiten:
- Die einfachste Möglichkeit ist wieder, mit einer Filipina verheiratet zu sein und das Land auf ihren Namen zu kaufen, sofern sie ihre philippinische Staatsbürgerschaft nicht abgelegt hat. Filipinos, die zwischenzeitlich eine andere Staatsbürgerschaft angenommen haben dürfen nur entweder 1000 m² Bauland (Residential) oder bis zu 1 Hektar Farmland besitzen.
- Wer mit einem philippinischen Lebenspartner verheiratet ist und dieser stirbt, geht der Landbesitz durch Vererbung legal in die Hände des Ausländers über. Dieser kann das Land bewohnen oder verkaufen. Gleiches gilt ggf. auch für ausl. Kinder, die aus dieser Ehe hervorgegangen sind.
- Eine weitere Alternative ist das Stück Land zusammen mit einem philippinischen Partner zu kaufen, wobei der Filipino hier 51% und der Ausländer 49% besitzen darf. Auch hier kann man sich absichern, indem man den Filipino einen Blanko Verkaufsvertrag (Deed of Sale) unterschreiben läßt.
- Man kann bis zu 40% der Anteile an einem Condominium Projekt besitzen, die anderen 60% müssen natürlich wieder in philippinischen Händen sein.
- Ausländer dürfen auch Condominium Einheiten ihr Eigen nennen, aber auch hier darf nicht der ganze Block, sondern nur bis zu 40% der Wohneinheiten an Ausländer verkauft werden. Dafür gibt es extra einen Condominium Land Titel, auf dem dann auch der Name des Ausländers eingetragen ist.
- Eine Cooperation, also eine Firma, kann Land besitzen, solange auch hier der Ausländeranteil nicht mehr als 40% beträgt. Es ist eine beliebte Methode eine solche Firma zu gründen und die philippinischen Alteilseigner unterschreiben ein Blanko “Deed Of Sale” also praktisch einen Blanko Verkaufsvertrag in dem sie einem ihre Anteile verkaufen.
- Ein Ausländer kann auch durchaus ein Haus oder Gebäude sein Eigen nennen, solange ihm jedoch das Land, auf dem das Haus steht, nicht gehört.
Landkauf auf den Philippinen ist immer eine heikle Sache, da oft die Besitzverhältnisse nicht zu 100% geklärt sind, etwa weil der im Titel eingetragene Landbesitzer verstorben ist und die Erben den Titel nie haben umschreiben lassen. Das kann auch schon mal über mehrere Generationen so gehen. Auch geht die Übertragung eines Titels über mehrere Behörden, so daß man am Besten einen Anwalt damit betraut. Das machen sogar die Filipinos unter sich so. Es ist auch anscheinend nichts Ungewöhnliches, wenn bis zur endgültigen Übertragung des Namens im Titel mehrere Jahre vergehen.
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